Come, walk with me: Im Reich der Erlen

Als ich mein Telefon vom Küchentisch nehme, fällt mir auf, dass sich meine Stimmung in den letzten Tagen merklich erhellt hat. Das beklemmende Gefühl der Ohmacht ist verschwunden und einem neuen Aufbruchswillen gewichen. Vielleicht liegt es daran, dass ich nur noch ein Mal am Tag die Nachrichten lese. Auf meinem Display leuchten auch jetzt die neuesten Schlagzeilen auf. Schreckensmeldungen, die einfach nicht abreißen wollen. Die Welt hat sich aus ihrer Verankerung gelöst und unser Alltag ist in fragile Segmente zerlegt. Mit dem Finger wische ich die Meldungen weg. Ich wünschte, sie ließen sich so einfach auslöschen. Weiterlesen

Come, walk with me!

Und hier ist er, der erste virtuelle Spaziergang durch die zauberhafte Landschaft West Yorkshires. Ich widme ihn besonders denen unter euch, die in dieser schwierigen Zeit nicht in der Natur sein können. Ich hoffe, dass ich euch auf diese Weise an die wohltuenden Seiten des Lebens erinnern und ein wenig Frühling in eure Herzen zaubern kann, in der Hoffnung, euch die Wartezeit etwas angenehmer zu gestalten, bis ihr ganz bald wieder selbst auf Wanderschaft gehen könnt. Viel Spaß beim Zuschauen und Lauschen!

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Spaziergänge durch eine sich verändernde Welt

In den letzten Tagen habe ich mir etwas überlegt, von dem ich hoffe, dass es euch und auch mir dabei hilft, den Mut nicht zu verlieren und bei aller Tragik auch einen Funken Hoffnung darin zu entdecken, dass die Welt momentan stillhält. In nächster Zeit möchte ich euch gern etwas positive Ablenkung schenken und euch mitnehmen auf meine Lieblingsrouten rund um mein nordenglisches Zuhause. Vor allem möchte ich denjenigen unter euch, die momentan nicht draußen sein können, die Möglichkeit geben, zumindest virtuell auf Wanderschaft zu gehen, wieder Kraft zu schöpfen, durch Wälder zu streifen, über Hügel und Felder zu stapfen und die Gedanken zu entlasten und mit Zuversicht zu füllen.

Ich will versuchen, jeden Spaziergang mit Fotos und Videos zu dokumentieren und in eine kleine Geschichte einzuweben, sodass ihr das Gefühl habt, selbst unterwegs zu sein und euch schon jetzt darauf freuen könnt, in naher Zukunft wieder unbeschwert reisen zu können. Auch ich bin dabei momentan auf meine unmittelbare Umgebung beschränkt, aber wer mich kennt, weiß, dass mir kein Weg zu modderig, kein Moor zu sumpfig, kein Hügel zu steil ist.

Lasst uns gemeinsam wieder auftanken, indem wir uns auf die schönen Dinge besinnen, die uns noch immer umgeben und in dieser Zeit eine kostbare Stütze sein können. Kommt mit mir hinaus in die freie, wilde Natur, die wir in diesen Zeiten mehr denn je bitter nötig haben.

Ich würde mich riesig freuen, wenn ihr eure Gedanken und Vorschläge zu meiner Idee als Kommentar mit mir teilt. Jede aufmunternde Nachricht ist in meinem Postfach willkommen!

Und hier ist noch eine kleine Botschaft an Euch:

P.S. Seht mir meine kleinen Versprecher und Patzer bitte nach :). Ich sitze in einem kleinen Waldstück und habe mich von der Spontanität des Augenblicks hinreißen lassen ;)!

Gefällt dir meine Idee? Willst du mehr erfahren? Dann folge mir unauffällig. Registriere dich dazu ganz einfach oben in der rechten Seitenspalte (unter Folge mir) und du erhältst eine E-Mail, sobald es etwas Neues gibt.

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Noch mehr England-Lektüre gefällig? Dann lege ich dir mein Buch ans Herz: „Kopflos auf dem Pennine Way – Eine Berlinerin in der englischen Wildnis“. Als E-Book, Hardcover oder Taschenbuch hier erhältlich:

„Kopflos auf dem Pennine Way – Eine Berlinerin in der englischen Wildnis“

 

Eine kleine Bitte mit großer Wirkung

Hallo ihr Lieben!

Ich hoffe, dass ihr alle samt Familien und Freunden wohlauf und in einer sicheren Umgebung seid. Denjenigen unter euch, die gerade in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Hospizen, Forschungslaboren, sozialen und öffentlichen Einrichtungen Außerordentliches leisten, wünsche ich Kraft, Zuversicht und vor allem Gesundheit!

Ich möchte mich heute mit einem kleinen Anliegen an euch wenden, das viele von uns gerade sehr beschäftigt. In dieser schwierigen Zeit, in der wir unbedingt Abstand voneinander halten müssen, um einander zu schützen, ist es umso wichtiger, dass wir uns gegenseitig Mut und Trost zusprechen und auch unsere mentale Gesundheit nicht vernachlässigen.

Auch wenn wir uns nicht persönlich treffen und in den Arm nehmen können, können wir dennoch viel tun, um enger zusammenzurücken. Wir können uns anrufen, skypen, über Whatsapp austauschen, unsere Sorgen miteinander teilen, uns aufmuntern, vorlesen, miteinander Kaffee trinken, tanzen oder Filme schauen. Die Technologien, die uns zur Verfügung stehen, sind wertvoll wie nie. Nutzen wir sie!

Mir ist bewusst, dass es vielen von uns, mir eingeschlossen, gerade unglaublich schwerfällt, kommunikativ, kreativ oder motiviert zu sein. Vielen von uns ist das Lachen vergangen. Die letzten Tage fühlten sich unglaublich dystopisch und zähflüssig an. Täglich neue Schreckensmeldungen zehren an unseren Nerven. Es vergeht keine Minute, in der wir uns nicht mit der eigenen Vergänglichkeit und Hilflosigkeit auseinandersetzen müssen. Es ist leicht, in diesen Tagen in Lethargie und Schwermut zu versinken, auch wenn draußen der Frühling in voller Blüte steht. Aber wir sind nicht zum Nichtstun verdammt. Es gibt etwas, das wir alle tun können: für einander da sein!

Gestern passierte etwas, das mir so viel Hoffnung gab. Als ich seit Langem mal wieder mit meiner Familie via Skype bei einer Tasse Kaffee zusammensaß, habe ich etwas begriffen. Gerade jetzt verfügen viele von uns über ein kostbares Gut, das uns bisher am meisten gefehlt hat: Zeit, für uns und unsere Mitmenschen. Wir haben mehr Zeit miteinander zu reden, uns zuzuhören, Bücher zu lesen oder zu schreiben, zu malen, Musik zu machen. In einer der tragischsten Phasen unseres Lebens haben wir plötzlich Zeit für all die Dinge, die wir lange vernachlässigt haben. Ausgenommen davon sind natürlich noch immer viele Menschen, vor allem diejenigen, die im Gesundheitswesen und im Krisendienst bis zur Erschöpfung für uns alle arbeiten. Unterstützen wir sie, indem wir besser auf uns achten.

Zuhause bleiben zu müssen, ist für sozial aktive Menschen besonders schwierig, aber es ist auch eine Chance, denn es heißt ja nicht, dass wir aufhören müssen, am Leben Freude zu haben und es heißt auch nicht, dass wir vereinsamen müssen. Gerade weil wir im Moment so wenig Lust verspüren, sollten wir uns erst recht aufraffen und in Angriff nehmen, was wir so lange vernachlässigt haben. Was nützt es uns, wenn wir uns einigeln und auf bessere Zeiten warten? Unsere Ängste werden nur größer, die Tage dunkler. Eröffnen wir neue, virtuelle Treffpunkte, legen wir unsere Freundschaften nicht auf Eis, sondern intensivieren wir sie um Watchparties, Videocalls und lange Telefongespräche. Denken wir dabei vor allem an Freunde und Angehörige, die allein leben oder besonders sensibel sind.

Schalten wir uns ein! Wir können so viel tun. Lassen wir wieder etwas Licht und Farbe in unser Leben. Nur so stehen wir das durch!

Ich wünsche euch allen, euren Familien, Freunden, Kollegen und all den wichtigen Menschen in eurem Leben viel Kraft, Hoffnung und vor allem Gesundheit. Passt gut auf euch auf! Bleibt zu Hause, aber verliert nicht die Lust am Leben!

Falls ihr mir schreiben oder einen Kommentar hinterlassen wollt, würde ich mich riesig freuen! Egal was ihr gerade auf dem Herzen habt. Ich antworte gern!

Eure Steffi

 

Miles to go – Als Frau solo unterwegs

Vor mehreren Wochen traf ich mich mit Freunden in einer Bar in Huddersfield. Und als wir so bei einem guten Glas Wein beieinandersaßen, Weiterlesen

Endspurt auf dem Wolds Way: Von Ganton nach Filey (19.6 Kilometer)

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Von Settrington Beacon nach Ganton (20 Kilometer)

Da habe ich mein Nachtlager nun schon in einer echten Traumhütte aufgeschlagen, und dann das! Ich krieg einfach kein Auge zu. Schlaflos rolle ich mich von einer Seite auf die andere. Gegen zwei Uhr greife ich zu meiner ultimativen Einschlafhilfe: Weiterlesen

Von Market Weighton nach Fridaythorpe (26.10 Kilometer)

Wenn man an einem Samstag direkt über einem Pub übernachtet, muss man damit rechnen, dass ein erhöhter Geräuschpegel mitunter ein frühes Einschlafen behindern kann. Dorfkinder haben sonntags schulfrei und toben bis in die Puppen auf der Straße herum. Die Einheimischen lassen sich seit den Nachmittagsstunden volllaufen und da Sommer ist,

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Von Welton nach Market Weighton (29.3 Kilometer)

Nach einer kuscheligen Nacht in einem XXL-Kingsize-Bett und einem Becher zähflüssigem Porridge stehe ich Punkt sieben Uhr auf der verlassenen Hauptstraße in Welton und tigere Richtung Ortsausgang davon. Weiterlesen

Von Hessle nach Welton (10.4 Kilometer)

Nach einer kurzen, knackigen Vorbereitung ging es heute morgen los Richtung Hull und von da aus nach Hessle, dem Startpunkt des Yorkshire Wolds Way.

Noch etwas schlummerig mache ich mich tapfer auf den Weg.

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