Tag 3 – Standedge nach Calder Valley (23.5 Kilometer, 426 Meter Anstieg)

Nach ein paar Tagen Erholung und ausgiebiger Grübelei bin ich wieder zurück auf dem Pennine Way. Und ich bin überglücklich. Diesmal begleitet mich

mein Engländer, der gerade frei hat und spontan Wanderlust verspürt. Mein Gepäck ist ein Fliegengewicht, da ich aufgrund der Nähe zu unserem Dorf noch ein bis zwei Tage kostenfrei zu Hause übernachten kann und mein Zelt und den ganzen Campingkram nicht mit mir rumschleppen muss. Aufgrund der körperlichen Anstrengungen und der fehlenden Zeit am Ende eines langen Tages auf dem Pennine Way werde ich wohl nicht mehr dazu kommen, jeden Tag längere Berichte zu verfassen, sodass ich euch vorerst nur die Highlights des Tages in Bildern und eine kurze Zusammenfassung geben kann. Einen ausführlichen Reisebericht gibt es dann, wenn ich wieder daheim am Schreibtisch sitze. Das ist versprochen.

Heute morgen brechen wir gegen 7.30 Uhr auf und ich setze meine Reise genau dort fort, wo ich vor ein paar Tagen leider aufhören musste. Ich bin eigentlich ganz froh, an diesem Tag in Begleitung zu marschieren, denn die weiten Moore von  Marsden und Saddleworth, die wir durchqueren sind so verlassen und einsam, dass mir ein wenig gruselig zumute ist. Zumal wir Farmland überqueren, auf denen riesige Kuhbullen weiden. Die beachten uns zum Glück wenig, sodass wir unversehrt passieren können. Dennoch bin ich froh, dass ich hier nicht meinen leuchtend roten Regensack über dem Rucksack trage. Als Stierkämpfer hätte ich wohl eher schlechte Karten. Naja und außerdem ist die Gegend ja nun auch berühmt berüchtigt als Schauplatz eines ziemlich gruseligen Kriminalfalls, der sich in den sechziger Jahren ereignete. Aber dazu später mehr. Die Anstiege des Tages über White Hill oder Coldwell Hill sind weit weniger dramatisch und nervenaufreibend, aber wir entdecken ein paar echte Schätze, überqueren eine alte römische Straße, finden einen 600 Jahre alten mittelalterlichen Wegestein, ein in Fels gemeißeltes Regengedicht, werden von einem Hagelsturm überrascht, helfen einem Pärchen auf den rechten Weg, bestaunen das monströse Monument des Stodley Pike und genießen heiße Schokolade im ärgsten Donnergrollen. Und hier ein paar Schnappschüsse des Tages:
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3 Gedanken zu “Tag 3 – Standedge nach Calder Valley (23.5 Kilometer, 426 Meter Anstieg)

  1. Liebe Steffi,

    da bin ich aber froh. Nachdem ich heute mit Janine über Dich gesprochen habe, wir uns beide doch schon sehr um Dich sorgten, bin ich froh, dass Du Begleitung und vor allem wieder Kraft und auch Mut zum Weitermachen hast.

    Gruß Dein Onkel Rüdiger

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