Eine Zeitreise der besonderen Art

Kein Herz für Fußgänger
Mein heutiger Samstags-Spaziergang führt mich in unser Nachbardorf Golcar, in dem ich mit zwei Mädels das dortige Museum besuchen will. Natürlich könnte ich meinen Hintern auch bequem in einen Bus schwingen und mich an Ort und Stelle chauffieren lassen, doch ich will ein wenig von der Gegend erkunden und entschließe mich, den Fußweg anzutreten. Bei Google Maps suche ich mir eine Route aus, fotografiere mit meinem praktikablen Smartphone die Wegbeschreibung vom Computerbildschirm ab, hülle mich in warme Winterklamüsen und regenfeste Fellstiefel. 45 Minuten Wanderung liegen vor mir, aber ich plane eine halbe Stunde mehr ein, denn ich will unterwegs ein paar schöne Schnappschüsse ergattern, und wie ich mich kenne, benötige ich wohl etwas Puffer für etwaige Orientierungsschwierigkeiten. Für den Rückweg hat mir mein Engländer ein Blinklicht von seinem Fahrrad geliehen. Ich soll mir das doch mit Klebeband um den Bauch binden, schlägt er mir vor. Ich denke, an meiner Tasche wird es auch seinen Dienst tun. Man muss dazu sagen, dass es in dieser Gegend als Fußgänger nicht so einfach ist. Viele Routen führen an gut befahrenen Straßen entlang, die über keinen Bordstein verfügen, sodass man an jeder Kurve hoffen muss, noch rechtzeitig gesehen und nicht platt gefahren zu werden. Im Dunkeln ist das ganze Unterfangen natürlich doppelt so gefährlich und man sollte schon zumindest eine gut sichtbare Lichtquelle am Körper tragen.


In einem Land, wo man die 100 Meter zum Aldi möglichst mit Auto zurücklegt, oder wenn man keinen Führerschein hat, dann doch mindestens mit Taxi fährt, ist es ja auch kein Wunder, dass Fußgängerwege überflüssig werden. Nun gut, ich habe meine Ausrüstung und sehe der Zukunft frohen Gemütes entgegen. Im Grunde genommen ist der Weg von Slaithwaite nach Golcar nicht wirklich spektakulär. Von Zeit zu Zeit passiert man eher etwas schummerige, verlassene Straßen, die wenig einladend wirken.


Doch auf der Hälfte der Strecke bietet sich ein sagenhaftes Panorama, das mich zwingt, innezuhalten und ein paar Fotos zu schießen.

Im Gegensatz zu den Straßen, die ja eher genutzt werden, wird auf den Fußwegen so gut wie gar nicht gestreut. Es bleibt jedem selbst überlassen, sich an den mancherorts aufgestellten Streusalz-Boxen zu bedienen, wenn sie denn gefüllt sind. Anders als in Deutschland besteht nämlich für Hauseigentümer keine Pflicht, die Gehwege vor dem Anwesen regelmäßig von Schnee zu befreien. So muss ich mich die ganze Strecke über auch an der seitlichen Feldsteinmauer festhalten, um nicht auf den vereisten Wegen auszurutschen, die vor mir liegen, was mein Tempo natürlich noch einmal arg verringert.

Eine schlittrige Angelegenheit. Dank Feldsteinmauern kommt man irgendwie heil ans Ziel.

Eine schlittrige Angelegenheit. Dank Feldsteinmauern kommt man irgendwie heil ans Ziel.

Rechterhand grast eine Schafherde mümmelnd auf der Winterwiese. Eines der Tierchen blickt mich mit neugierigem Blick an, genauer gesagt starrt es mir etwas unfreundlich in die Augen und kaut dabei agressiv auf einem Grashalm herum. Also schnappe ich mein Handy, drücke den Auslöser und schwupps hat sich Madame mal flux umgedreht und das kam dabei raus:

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Ich entscheide selbst über meine Schokoladenseite, Freundchen!

Im Labyrinth von Wellhouse
Kurz darauf bin ich in Wellhouse, einem wichtigen Webereizentrum des 19. Jahrhunderts. Hier stehen noch einige der damaligen Weber-Cottages. Aber der Ort wirkt irgendwie ziemlich verschlafen, oder besser gesagt vereinsamt. Hier ist absolut keine Menschenseele zu sehen. Irgendwie ein bisschen unheimlich. Vielleicht ist es im Zentrum ja anders, das ich jetzt allerdings nur im Vorübergehen streifen kann.

Willkommen in Wellhouse.

Willkommen in Wellhouse.

Und dann tritt genau die Situation ein, die ich befürchtet hatte. Die Straße nimmt plötzlich einen Namen an, den sie laut meiner Planung nicht annehmen sollte. Ich laufe erst mal bergauf, um mir einen Überblick zu verschaffen. Doch mein Bauch sagt mir: „Du bist auf dem falschen Dampfer, Kumpel.” Also tue ich, was ich eigentlich vermeiden wollte und schalte meine Navi-App ein. Die brüllt gleich mal auf Deutsch los, dass ich links und rechts und so weiter … Zum Glück finde ich noch rechtzeitig den Lautsstärkeregler, um das Plappermaul ruhigzustellen. Ist schon ein bisschen unangenehm, wenn man so allein in einem fremden Dorf auftaucht und die Einwohner durch die Gardinen linsen. Dann verliert sich das GPS-Signal und ich stehe etwas hilflos in der Gegend herum. In dem Fall hilft manchmal, einfach weitergehen und Route gegebenenfalls neu berechnen lassen. Das funktioniert auch so weit gut. Das Signal ist wieder da und die Peilung auch. Jetzt wird es wieder recht fußgängerunfreundlich und ich stürze mich wagemutig ins Abenteuer. In Windeseile und mit zusammengebissenen Zähnen eile ich um weitere Fußgängertodeskurven.
Und jetzt verirrt sich der Touri gänzlich. Mein Navi dreht sich im Kreis, weiß selber nicht, wohin. Es zeigt mir zwar, dass ich in genau die gegensätzliche Richtung laufe, macht aber keinerlei konstruktive Vorschläge. Mein Gott, ich bin gerade mal 5 Minuten vom Ziel entfernt und stecke im Nebel der Desorientierung fest. Wo gibts denn sowas?

Wo bin ich hier eigentlich?

Wo bin ich hier eigentlich?

Ich versuche es einfach mal mit dem Prinzip der Gegenwahrscheinlichkeit und wähle einen unmöglich aussehenden Pfad, der nicht so ausssieht, als würde er zum Erfolg führen, an einem verfallenen Pub (oder soll das eine Baustelle sein?) vorbei, durch unwegiges Gelände, eine moosbewachsene Treppe hinauf. Um das mal kurz zu erläutern: In dieser Gegend weiß man nie, ob man gerade durch ein privates Grundstück rammelt oder auf einem öffentlichen Fußpfad entlangspaziert, denn beides kann oft mit bloßem Auge bzw. Verstand nicht unterschieden werden. Das hier sieht zwar seltsam, aber nicht privat aus. Und dann … siehe da, GPS-Signal! Das Navi gibt noch mal sein Bestes und so erreiche ich punktgenau auf die Minute den verabredeten Treffpunkt.

Golcar, ein Örtchen mit langer Geschichte
Irgendwie muss ich das Ortseingangsschild von Golcar verpasst haben. Jedenfalls bin ich da, wo ich sein sollte, in einem kleinen Örtchen mit immerhin 17.000 Einwohnern, das der Einheimische übrigens “Goker” pronounciert. Es liegt oberhalb des Colne Valleys und gehört zum Bezirk Huddersfield in West Yorkshire. Benannt ist es nach dem Prediger St. Guthlac, der hier während des 8. Jahrhunderts seine christlichen Botschaften verkündete. Während der Industriellen Revolution wurde Golcar zu einem wichtigen Standort der Weberindustrie. Hier lebte auch die Familie Pearson, deren Nachfahren noch heute im Dorf ansässig sind. Sie stellten tagein tagaus Stoffe an handbetriebenen Webstühlen her, die sie auf dem freien Markt verkauften. So konnten sie sich einen kleineren Wohlstand aneignen. Die drei ehemaligen Weber-Cottages aus den 40iger Jahren des 19. Jahrunderts, in denen die Familie lebte, wurden 1970 zu einem Museum umgestaltet, dem “Colne Valley Museum”. Und das ist ein echter Geheimtipp.

Endlich am Ziel.

Endlich am Ziel.

Wo Stroh zu Gold gesponnen wurde
Als ich das Museum betrete werde ich von einer warmherzigen Atmosphäre eingehüllt, die mir sofort ein Gefühl von Willkommensein vermittelt. In einem kleinen Wandregal kann man allerlei regionale Souvenirs erstehen, die im Gegensatz zu gewöhnlichen Mitbringselshops ziemlich pfiffig und kreativ anmuten. Das Schafmotiv ist hier natürlich vorwiegend vorzufinden. Immerhin befinden wir uns in einer ehemaligen Weberei. Im folgenden Raum befindet sich ein kleines, liebevoll gestaltetes Café, in dem man Tee, Kaffee, Säfte und hausgebackenen Kuchen für wenig Geld erstehen kann. Ich wähle einen mit Bitterschokolade überzogenen Orangenkuchen und ein Tässchen Kaffee für zusammen 2 Pfund. Ich gebe 3, da ich mir sonst irgendwie geizig vorkäme. „Ich tue das in die Spendenkasse”, lächelt mir die Dame hinterm Tresen zu. Nun ist sie eifrig bemüht, ein zusammengehöriges Service zusammenzustellen, was sie irgendwie aus der Ruhe zu bringen scheint. Gerade will ich ihr sagen, dass das keineswegs notwendig ist, da hat sie auch schon alles zusammen und ich kann mein extragroßes Stück Kuchen von einem ziemlich kitschigen, üppig geblümten Geschirr verspeisen, dass ich trotzdem irgendwie ganz englisch und hübsch finde. Irgendwie wirken die beiden blondhaarigen, vielleicht in den Sechzigern befindlichen Damen mit den Schürzchen etwas verloren hinter ihrer Theke. Doch sie sind durch und durch zuvorkommend. Sie kassieren freundlich den minimalen Eintritt, den man hier zahlt und die Wanderkarte, die ich mir gleich noch mit eingeheimst habe. Hinter dem Café befinden sich auf mehreren Etagen die Ausstellungsräume. Bevor wir diese zu Gesicht bekommen, weist uns ein sympathischer junger Mann in historischer Kleidung auf die Besonderheiten hin.

In der Viktorianischen Küche
Der erste Raum, den wir betreten, ist die im viktorianischem Stil gehaltene Küche. Im Zentrum steht ein großer Kohleofen, in dem ein Feuerchen lodert. An dem Tisch rechts daneben geht es geschäftig her. Hier wird nämlich echte englische Orangenmarmelade von Hand hergestellt, nach traditionellem Rezept. Und zwar auf zwei verschiedene Arten und Weisen. Kaum haben wir den Raum betreten, werden wir aufs Herzlichste begrüßt und sogleich erklärt uns der freundliche Herr die Vorgehensweise. Während er emsig Orangenschalen in Streifen schnippelt und Zitronen auspresst, erfahren wir interessante Details zur Marmeladenzubereitung.

In der viktorianischen Küche wird nach altem Rezept Marmelade hergestellt.

In der viktorianischen Küche wird nach altem Rezept Marmelade hergestellt.

In seiner Hand entdecke ich ein hölzernes Pressinstrument, das ich letztens auch in meiner Küchenschublade fand und nichts damit anfangen konnte. Nun weiß ich, worum es sich handelt. Die Frau neben ihm trägt viktorianische Kleidung und sieht tatsächlich aus wie aus dem vorletzten Jahrhundert entsprungen. Auch sie erklärt uns verschiedene Zubereitungskniffe und wir staunen nicht schlecht über den Erfindungsgeist der damaligen Zeit, als sie uns auf das über unseren Köpfen baumelnde Bettgestell aufmerksam macht, dass sowohl als solches, als auch als Trocknungsvorrichtung für die damalige Armenspeise, die Oatcakes (Haferfladen) diente.

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Zeitgenössische Darstellung über die Zubereitung der Oatcakes.

Auf einem anderen Tisch stehen fertige Marmeladengläser zum Kauf. Auch hier finde ich 1 Pfund pro Glas ziemlich günstig. Ich kaufe zwei Gläser als Mitbringsel für Daheim. Ich traue mich erst nicht, nach dem Rezept zu fragen, da ich vermute, es könne sich um ein Geheimrezept handeln und ich würde womöglich empörte Blicke ernten. Da aber kommt mir eine der herbeigeeilten Mägde (auch sie sieht ziemlich authentisch aus) zuvor und reicht mir eine Broschüre mit verschiedenen Rezepten, die ihr euch gern hier herunterladen könnt: Traditionelle Marmeladenrezepte

Das Geheimnis in der Wohnstube                                                                                            Im nächsten Raum wird es temperaturmäßig etwas frischer, aber nicht weniger interessant. Auch hier steht wieder ein Mitarbeiter in historischem Kostüm parat und beginnt sofort und ohne Umschweife, den Raum und die darin befindlichen Dinge zu erklären. Zunächst entschuldigt er sich für all die Gegenstände, die weiß Gott warum hier herumstehen, aber gar nicht aus der entsprechenden Zeit stammen. Nun, dazu gehört das halbe Inventar (!). Der Einrichtung nach zu urteilen, befinden wir uns jetzt im Wohnzimmer. Auch hier dominiert wieder ein großer schwarzer Kohleofen, der allerdings, vermutlich aus Kostengründen kalt bleibt.

Die gute Stube des Hauses.

Die gute Stube des Hauses.

Der kleine Raum mit angeschlossener Waschküche hält allerlei Kuriosa bereit, die uns der nette Herr eifrig und mit viel Freude, so scheint, es, erläutert. „Was glauben Sie, was das hier ist?”, scheint seine Lieblingsfrage zu sein. Dann holt er plötzlich ein seltsames gedrechseltes Ding hervor, stellt es auf den Tisch und meint: „Wer errät, was das hier ist, der bekommt von mir einen Drink spendiert und damit meine ich keinen Tee.” Jetzt sind auch wir eifrig bei der Sache. “Ein Folterinstrument?”, rätselt meine Bekannte. “Ein lustiger Kreisel?” die andere. Ich denke, man hätte damit vielleicht die Tischdecke faltenfrei gekriegt? Wir sind mächtig auf dem Holzweg. Der gute Mann verrät es uns und wir staunen nicht schlecht. Nee, nee, euch werde ich es an dieser Stelle nicht verraten. Seht es als Anreiz, dieses wunderbare Museum einmal selbst zu besuchen und euren Ideen freien Lauf zu lassen. Vielleicht sitzt ja einer von euch bald mit dem netten Herrn an der Bar …

Was das wohl sein mag?

Was das wohl sein mag?

Auch dieses Zimmer atmet den Erfindergeist der Not. Vieles, das heute achtlos weggeworfen wird, fand damals wirklich kreativ Verwendung. So entstanden beispielsweise aus alten Stoffresten und winzigen Flicken gar nicht mal so unadrette Läufer und Teppiche. Sicher auch eine Möglichkeit, sich warmzuhalten, falls die Kohle ausging.

Not macht erfinderisch.

Not macht erfinderisch.

Am Webstuhl
Wir könnten noch ewig den wunderbaren Geschichten lauschen, doch wir haben noch eine weitere Attraktion vor uns, die wir nicht missen wollen. Es geht in die alte Weberstube im obersten Stockwerk, in der nach wie vor tatkräftig an den Webstühlen hantiert wird. Hier werden wir auch gleich herangewinkt und erhalten den gesamten Webvorgang am praktischen Vorführbeispiel Schritt für Schritt erklärt.

Ich kann mich inzwischen nur noch schwer auf die englische Sprache konzentrieren, die mir hier fachsimpelnd um die Ohren fliegt. Vokabeln, die ich noch nie zuvor gehört habe, dringen an mein Ohr und flupsen zur anderen Seite wieder heraus. Ich verstehe nur die Hälfte, kann aber dank großzügig eingesetzter Zeichensprache einigermaßen den Sinn erfassen. Wer schon einmal in die Nähe eines arbeitenden Webstuhles gekommen ist, der kann nur staunen, wie viel Arbeit in so einem Stückchen Stoff tatsächlich steckt. Da wird Omas gute Decke gleich umso wertvoller. Und tatsächlich verkaufen sie die hier hergestellten Bahnen noch, beziehen alte Möbelstücke damit. Meine Güte, tagaus, tagein, den Bolzen von links nach rechts zu schieben, die ganze Vorrichtung auf und ab zu manövrieren. Das ist Knochenarbeit. Hier wird es eindrücklich geschildert. Und als wir dann alle bedröppelt dreingucken, muntert uns der Vortragende gleich wieder auf: „Mal ehrlich, die hatten doch eh nicht anderes zu tun.” Damit ist die Angelegenheit, kurz umrissen, erledigt und wir begeben uns in den nächsten Schauraum.

Wolliges und allzu Wolliges
Hier geht es rund um das Thema Wolle. Überall stehen Körbchen mit flauschigen Schafspelzflocken herum. Ich kann als absoluter Schaffanatiker nicht umhin hineinzugreifen. Der Raum ist vollgestopft mit Stricknadeln, Garnknäueln, Wollresten und allem Möglichen, was zum Thema passt. Ein paar historische, manuell betriebene Spinnräder verleihen dem Raum etwas dornröschenhaftes.

An der Wand hängen Poster verschiedener Schafsrassen, darunter auch ein seltsames vierhörniges Exemplar und Tierchen mit allerlei witzigen Frisürchen. Ein Plakat zeigt einen Überblick über alle englischen Schafsrassen. Das sind eine ganze Menge, wie ich zählen kann. Ich werfe einen Blick in eines der Strickkörbchen. Davor klebt ein Zettelchen: „Nimm die Nadel zur Hand und strick doch mal ein bisschen“, fordert es den Besucher auf. Interaktiver Handarbeitsspaß für Groß und Klein.

Die Schuhmanufaktur
Im nächsten Raum erwartet uns überraschenderweise eine kleine Schuhmanufaktur. Hier stehen wild übereinandergestapelt unzählige fertige und unfertige genietete Modelle mit robust geschnitzter Holzsohle. Überall liegen Einzelteile herum. In diesem Raum steht an diesem Tag zwar niemand für einen Vortrag bereit, aber das, was hier vor uns liegt, spricht Bände.

Natürlich kommen die ausgestellten Treter nicht gerade modisch schick und auch relativ schwer, um nicht zu sagen klobig, daher, doch meine Ehrfurcht vor dem traditionellen Handwerk ist geweckt.
Und genau das ist es auch, was ich an diesem Tag aus dem liebevoll gestalteten Museum, das durch und durch von Freiwilligen betrieben wird und daher nur an Wochenenden oder an Feiertagen geöffnet ist, mitnehme: Nämlich die Erkenntnis, dass das Wissen vergangener Zeiten weder überholt, noch primitiv ist, wie uns der technische Fortschritt weismachen will. Also ich persönlich finde es ziemlich bewundernswert, wie die Menschen nur mithilfe ihres eigenen Verstandes, ihrer begrenzten Erfahrungen und natürlich auch aus der Ohnmacht ihrer Not heraus sich unglaublicher Fertigkeiten angeeignet haben, die heute so gut wie niemand mehr beherrscht.

2 Gedanken zu “Eine Zeitreise der besonderen Art

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