Wie bringt man eine Katze nach Großbritannien?

Wie bringt man eine Katze nach Großbritannien?

Das Auswandern innerhalb der EU scheint paradiesisch einfach zu sein. Keine Visapflicht, Meldefreiheit, keine Arbeitserlaubnis vonnöten. Also scheinbar keinerlei bürokratische Hürden. Für Menschen, sicher. Für Tiere, nun ja. So einfach, wie ich es mir am Anfang meiner Vorbereitungen vorstellte war das ganze Unterfangen leider nicht. Da meine deutsche Seele sich immer noch mal absichert, beließ ich es zum Glück nicht bei meiner ersten Idee, die zusammengefasst so aussah: Katzen transportsicher in handelsüblichen Boxen verstaut, Billigflugtickets geschnappt, rein in den Flieger und ab nach England.

Klingt gut, aber is nich ganz so einfach. Meine Recherchen bei Google und Co. führten mich in zahlreiche Portale, gut gemeinte, aber wenig hilfreiche Heimtierseiten, Infoseiten von Tierärzten usw. Und da ging der Spaß schon los. Wirklich nützliche Informationen waren rar gesät. Auf etlichen Seiten fand ich lediglich den Hinweis, dass seit Kurzem Hunde und Katzen nicht mehr in eine 6-monatige Quarantäne gesteckt werden, sobald sie britischen Boden betreten (d.h. vielmehr deren Besitzer). Puh, Glück gehabt. Die einzige Anforderung für die Einfuhr wäre die Impfung gegen Tollwut und die normalen Katzengebrechen. Das klang doch vernünftig.

Also schnappte ich mir meine beiden Rabauken und wurde bei der Tierärztin meines Vertrauens vorstellig. “Na ja, Moment”, raunte mir die kompetente Dame zu, als ich ihr mein Vorhaben schilderte. “Laut unserer Broschüre benötigen Sie nicht nur die Impfungen, sondern sowohl einen Mikrochip, als auch einen neuen Heimtierpass. Außerdem noch eine Bandwurmbehandlung 5 Tage vor Abreise und vergessen Sie nicht, dass zwischen Impfung und Ausreise mindestens 21 Tage liegen müssen.” Mir schwante Übles. Ich sah nicht nur die Reisekosten in die Höhe schnellen, sondern auch meine Kätzchen einem mehr als unangenehmen Prozedere ausgeliefert. ”Das machen wir alles gleich heute. Hintereinander weg.” Ich schluckte und fühlte mich plötzlich wie eine Art Rabenmutter. Doch seltsamerweise ließen die beiden alles vollkommen anstandslos über sich ergehen, ohne auch nur einen Mucks von sich zu geben. “Sie sollten sich trotzdem noch einmal bei der zuständigen britischen Behörde informieren, denn hier stehen noch weitere Dinge, die zu beachten sind.” Gut, das reichte fürs Erste. Es galt also noch einiges herauszufinden. Mit rund 150 Euro war ich dabei und meine Tierchen waren jetzt stolze Besitzer eines schmucken EU-Passes und hatten mir, die ich seit Jahrzehnten keinen Reisepass mehr besitze, damit Einiges voraus.

Nun hieß es, weiter recherchieren und ich entschied mich der Logik halber erst einmal die Fluggesellschaften easyjet und airberlin anzuschreiben, ob und wie der Katzentransport nach Großbritannien vonstatten geht. Ein paar Tage später blinkten die ersten Nachrichten in meinem Mailpostfach auf. Nach einem ellenlangen Erklärungsschreiben, folgte der entscheidende Satz: “Leider ist der Transport von Haustieren nach Großbritannien auf unseren Flügen nicht gestattet.”, hieß es da in etwa. Oh je, das fing ja gut an. Also musste eine Alternative her und ich begann andersherum zu suchen, d.h. nach Fluglinien, die den Transport anboten. Und siehe da, die gute alte Lufthansa, bekannt dafür, ihre Maschinen mehr am Boden als in der Luft zu halten,  pries auf ihrer Internetseite den Transport von Tieren aller Art, auch in der Flugkabine an. Sofern die Transportboxen den vorgeschriebenen Maßen entsprechen, die Katze sich bequem darin um die eigene Achse drehen kann und für Wasser und Snacks gesorgt ist, könne man diese bequem unter den Vordersitz schieben und hoffen, dass der Passagier darauf kein Allergiker ist. Doch die Gutsten verschwiegen prompt, oder ließen es zumindest nicht auf den ersten Blick erkennen, dass auch hier wieder Ausnahmen bestanden. Und diese Ausnahme hieß: Großbritannien.

Das gibt es doch nicht! Langsam wurde ich sauer. Konnte mir denn niemand eine Auskunft geben, wie man es nun anstellte? Die Katzen hier zu lassen, kam überhaupt nicht in Frage. Zur Sicherheit fragte ich trotzdem bei Lufthansa nach und wandte mich in der Zwischenzeit ebenfalls an das britische Departement for Environment, Food & Rural Affairs (kurz DEFRA). Da ich von der Lufthansa außer einer kurzen Bestätigungsmail tagelang nichts hörte, rief ich kurzerhand die Hotline an und erfuhr von der freundlichen Dame am anderen Ende der Leitung ein weiteres interessantes Detail: “Der Transport ist möglich, wird aber leider nicht von der Lufthansa selbst, sondern von einem Dienstleister durchgeführt. Bitte wenden Sie sich an diesen, aber da werden Sie heute wohl keinen mehr erreichen.” Okay, aber vielleicht ließ sich im Vorfeld ja wenigstens schon mal etwas über besagte Firma herausfinden und eventuell eine Preisübersicht ergattern.

Da ich den Namen wohl nicht richtig notiert hatte, brauchte ich wieder eine kurze Ewigkeit, um die nächste Information ausfindig zu machen: Der Tiertransport nach Großbritannien erfolgt grundsätzlich nicht auf Passagierflügen, sondern kann nur im Rahmen eines Cargofluges durchgeführt werden. Hierfür gibt es deutschlandweit nur wenige renommierte Unternehmen, die dafür infrage kommen und auch von der britischen Regierung autorisiert sind. Eines davon ist die sogenannte Pet Air GmbH. Da auf deren Webseite jedoch keine Preise zu finden waren und die Einreisebestimmungen lediglich für Hunde galten, schickte ich auch dorthin wieder eine Mail. Noch am selben Abend erhielt ich Antwort. Und ich bekam einen Riesenschock! Hier mal der Wortlaut dieser Mail:

Sehr geehrte Frau Röfke,
Danke für ihre Anfrage aber leider ist ein Transport über uns nur ab Frankfurt bis nach London Heathrow möglich.
Die Kosten ab Frankfurt nach London für beide Katzen liegen bei ca. 1000,-EUR.

Abholung in Berlin ist möglich aber mit höheren Kosten verbunden.

Danke
Mfg
Wow! Das war ja mal ne Ansage. Nicht nur, dass ich die Katzen erst einmal nach Frankfurt am Main bringen müsste, das nicht gerade um die Ecke liegt und diese dann auch noch in London abholen und von dort den weiten Weg nach Norden transportieren dürfte, nein, der ganze Spaß würde mich auch noch richtig arm machen. Das konnte noch nicht die Lösung sein, aber ich war tatsächlich der Verzweiflung nahe. Die Schnitzeljagd schien noch nicht zu Ende zu sein. Es musste doch eine Alternative geben. Zumindest meldete sich das DEFRA bei mir zurück und listete mir alle nötigen Bestimmungen auf, die ich auch schon von meiner Tierärztin kannte. Das war ja zumindest schon mal erledigt. Ich überlegte hin und her und fragte mich, ob wir vielleicht doch eher den Landweg mit Auto und Fähre nehmen sollten. Tja, aber da hatte ich wieder ein winziges Detail übersehen, denn die DEFRA verlangte nicht nur die einschlägigen Gesundheitsnachweise, nein, auch sämtliche Reisemittel mussten autorisiert sein. Und damit nicht genug, denn natürlich betraf das auch die Reiserouten, denn auch diese waren ganz genau festgelegt. Auf der Internetseite des Departements war man zumindest so freundlich, die Liste mit den genehmigten Transportfirmen und Routen zum Download zur Verfügung zu stellen.

Nun begann das Ganze auch noch richtig in Arbeit auszuarten, denn es galt zunächst einmal, in aller Ruhe herauszufinden, welche Reisemöglichkeiten überhaupt in Betracht kamen, die Szenarien durchzuspielen und diese dann mit der besagten Liste abzugleichen. Auch hier versuchte ich das Pferd nicht von hinten aufzuzäumen, was mir zugegebenermaßen nicht auf Anhieb gelang. Wenn wir also die Fähre nehmen würden, wo wären die besten Häfen gelegen, um so schnell, unkompliziert und günstig wie möglich in den Norden Englands zu kommen? Meine Geografiekenntnisse versagten vollständig.

Da gab mir mein Engländer den entscheidenden Hinweis. “Es wäre ganz gut, wenn wir in Hull anlegen würden, denn von da aus ist es nicht mehr weit bis nach Hause.” Aha, Hull also. Jetzt war es relativ einfach, denn ich fand im Prinzip auf Anhieb eine Fährverbindung, die mir machbar erschien. Rotterdam hieß das Ziel. Von hier aus setzten P&O Ferries ab, die auch, und jetzt kommt es, na? Hunde und Katzen nach Großbritannien mitnehmen.Und das sogar in großen, eigens belüfteten Transportboxen, in denen sich die Schmusetiger nach der langen, anstrengenden Fahrt die Beine vertreten könnten. Na bitte! Jetzt musste ich zur Sicherheit nur noch nachsehen, ob auch die britische Regierung damit einverstanden war und siehe da! Autorisiert und abgesegnet. Das hätten wir also schon mal.

Dann überlegte ich weiter. Von Berlin aus könnten wir uns ein Auto mieten, damit nach Rotterdam fahren und es dort wieder abgeben. Circa 7 Stunden Fahrt, mit Päuschen vielleicht 8 bis 9. Aber irgendetwas gefiel mir daran noch nicht so recht. Was, wenn es sich auf der Strecke staut, unvorhersehbare Ereignisse eintreffen, die dazu führen, dass wir die Fähre verpassen, abgesehen von der langen Strecke, die ich als einzige Rechtsfahrerin allein bewältigen müsste? Und am Ende würde uns das ganze Vergnügen wohl auch ein paar Hunderter kosten. Nee, das war noch nicht das Richtige. Aus reiner Neugier rief ich die Seite der Deutschen Bahn auf. Im Grunde erwartete ich restlos überteuerte Tickets und unmögliche Verbindungen, aber nein, das Sparticket für den IC für schlappe 59 Euro pro Person strahlte mich an. Okay, ein Umstieg in Hannover war dabei, mit gerade einmal 4 Minuten Zwischenraum, aber da mehrere Züge fuhren, konnte man ja zur Sicherheit auch einen früheren nehmen. Das klang ziemlich gut, denn der Zug würde auch seine sechseinhalb Stunden benötigen. Für Katze und Mensch also kein Unterschied. Natürlich ist mir bewusst, dass es für die Kleinen alles andere als angenehm werden wird, aber die Aussicht auf ein großes Haus mit Garten und viel Freilauf in hübscher englischer Landschaft wird, denke ich, für alles entschädigen. Zur Fortsetzung hier entlang…

Willst du mehr erfahren? Dann folge mir unauffällig. Registriere dich dazu ganz einfach oben in der rechten Seitenspalte (unter Folge mir) und du erhälst eine E-Mail, sobald es etwas Neues gibt.

Hast du Fragen oder Anregungen? Dann schreibe doch einen Kommentar. Ich freue mich auf jede Nachricht und antworte gern darauf!

22 Gedanken zu “Wie bringt man eine Katze nach Großbritannien?

    • Liebe Christiane,
      das freut mich sehr. Falls du Fragen hast, kannst du dich immer gern an mich wenden. Ich wünsche dir und deiner Katze viel Glück, dass alles gut klappt. Meine beiden haben den langen Weg wirklich gut überstanden. Weil ich neugierig bin 😉 freue ich mich auch über eine kurze Nachricht, wie alles gelaufen gelaufen ist. Viel Glück und alle Gute!!!
      Steffi

      Gefällt mir

  1. Liebe Steffi,
    wir wollen zu viert + Katze im August (für ein Jahr) nach Yarm in Nordostengland umziehen und waren anfangs ähnlich blauäugig wie Du. Wir könnten zwar mit dem eigenen Auto rüberfahren. Das würden wir aber gerne loswerden, weil man es in GB umrüsten müsste.
    Auf einer britischen Regierungsseite habe ich nun eben auch gesehen, dass Lufthansa autorisiert ist, Haustiere zu transportieren (nach Edinburgh)
    https://www.gov.uk/take-pet-abroad.
    Den Weg möchte ich dann (auch noch einmal) versuchen, aber trotzdem gerne wissen, wie es bei Dir weiterging.
    Grüße, Hannelore

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Hannelore,
      na da habt ihr euch ja was vorgenommen :). Ich kann dir mal kurz erzählen, wie wir das schließlich gemacht haben. Und zwar sind wir mit den Katzen von Berlin nach Rotterdam mit dem Zug gefahren und dann mit der Fähre (P&O Ferries) von dort aus nach Hull rüber, dann mit dem Auto weiter nach West Yorkshire in unser neues Heim. Die Fahrt war natürlich ziemlich lang, aber auf der Fähre kommen die Katzen in einen großzügigen Zwinger und können frei rumlaufen und man kann alle paar Stunden nach ihnen schauen. Das Personal ist dort sehr aufgeschlossen und verständnisvoll. Mit Lufthansa ist das für uns unpraktisch gewesen, denn das hätte schlappe 1000 Euro gekostet, zumal es eine Subfirma von Lufthansa ist und wir hätten die Katzen zudem nach Frankfurt am Main bringen müssen und London Heathrow wieder abholen. Das brachte gar nichts. Ich weiß nicht genau, wie weit Edinburgh von Yarm entfernt ist, ob das günstiger ist, aber ich fand es besser, gemeinsam mit den Katzen zu reisen, um beruhigend auf sie einzuwirken und sie nicht in fremde Hände und per Cargoflug rüberfliegen zu lassen. Denn man selbst kann da ja nicht mitfliegen. Wir haben das so gelöst und natürlich sind die Katzen super gestresst und ängstlich, aber sie haben keinerlei Schaden genommen. Ich weiß nun nicht, von wo ihr abreist. Berlin war für diese Alternative eben recht praktisch. Falls du noch Fragen hast, melde dich gern. Ich würde mich aber auch so freuen, wenn du mir schreibst, wie ihr euch letztendlich entschieden habt und ob alles gut gegangen ist. Ich wünsche euch und dem Kätzchen alles Gute und viel Glück bei der Überfahrt, auf welchem Wege auch immer!

      Herzliche Grüße
      Steffi

      Gefällt mir

      • Hallo Steffi,
        Ich habe dasselbe Problem – Ich ziehe von Berlin nach London und weiß nicht wie ich die Katze transportieren soll. Dann habe ich deinen Blog gefunden. Klar eine ewig lange Reise, aber immerhin ist sie bei mir. Jetzt habe ich mich allerdings über deinen Kommentar gewundert. Können die Katzen denn gar nicht mit in die Kabine?
        Und wenn ich schonmal frage, wo habt ihr die Beruhigungstabletten her bekommen? Vom Tierarzt oder woanders?

        Liebe Grüße
        Ruth

        Gefällt mir

      • Hallo Ruth,

        vielen Dank für deine Nachricht. Oh dann habt ihr ja noch was vor euch. Nach London würde sich dann vielleicht doch ein Cargo-Flug lohnen, zumal der nach London ja nicht 20 Stunden benötigt wie die Fähre. Wir haben damals ja die Fähre von Rotterdam bis nach Hull genommen, aber das ist ja viel zu weit weg von London für dich. Es ist nämlich so, dass nur bestimmte Routen und Fährverbindungen von der britischen Regierung. genehmigt sind. Ja, es ist tatsächlich so, dass die Tiere nicht mit in die Kabinen genommen werden dürfen. Dafür ist ein extra Zwinger vorgesehen, in dem sie sich aber frei bewegen können. Und du darfst auch regelmäßig nach der Katze sehen, wenn du dem Personal Bescheid gibst. Es ist so oder so nicht möglich, die ganze Zeit bei der Katze zu sein und es wird definitiv stressig für das Tierchen. Das kann man leider nicht umgehen, aber mit meinen habe ich die Erfahrung gemacht, dass sie sich wirklich sehr schnell wieder erholen. Die Beruhigungstablette hatte ich vom Tierarzt bekommen. Die müssen wirklich genau aufs Tier abgestimmt sein. Bitte hier keine Medikamente selbst verabreichen. Alle wichtigen Infos zu den Einreisebestimmungen findest du auf:
        https://www.gov.uk/take-pet-abroad/overview
        Frag mich gerne, falls du noch etwas wissen willst. Ich helfe gern. Ich wünsche dir und deiner Katze alles Gute und vor allem eine entsprechend gut verlaufende Reise nach London!

        Liebe Grüße
        Steffi

        Gefällt mir

    • Liebe Amelie,

      herzlichen Dank für deinen Kommentar. Ich freue mich, dass du meinen Blog gefunden hast. Aha, das ist also auch eine denkbare Route über Amsterdam nach Newcastle. Ist ja auch nah an Schottland. Ja, die Holländer sind da eben viel unkomplizierter ;). Und deine süße Bella scheint sich in Schottland ja auch gut eingelebt zu haben, den niedlichen Bildern auf deinem Blog nach zu urteilen. Was für ein Zufall, dass du auch im November nach Großbritannien gezogen bist und einen Blog für Freunde und Familie ins Leben gerufen hast, genau wie ich. Ich wünsche dir und deiner Familie viel Glück für die Zukunft und werde ab sofort deinem Blog neugierig folgen :). Wenn du magst, können wir uns auch gern via Facebook vernetzen und uns austauschen. Was meinst du? Es ist schön, Landsleute mit ähnlichen Erfahrungen auf der Insel zu wissen :).

      Liebste Grüße
      Steffi
      Steffi

      Gefällt mir

    • Hi Amelie, (und hallo Steffi natürlich auch) ich will diesen Sommer/Herbst nach Schottland ziehen und muss meine zwei Katzen mitnehmen. Da auch allerhand Krims und Krams mitkommt, fahre ich wohl mit einem Lieferwagen. Mir selbst würde die Fahrt quer durch England in den Norden zwar nix ausmachen, aber den Katzen will ich das ersparen und denke, dass Amsterdam – Newcastle am besten wäre… Kannst du mir paar Tips geben? Wie läuft das auf der Fähre ab? Kommen die da vom eigenen Transportkäfig in einen Zwinger auf dem Schiff? Ich kapier das hier in den Berichten nicht so… Hast du deiner was zur Beruhigung gegeben? Und ernsthafte Frage: wie/wo erleichtern sich die Tierchen auf ner langen Reise? Ich hab das bisher noch nie gemacht und hoffe auch, dass das der einzige Umzug für sie sein wird, bin also recht unbedarft… Das Merkblatt, das man auf http://www.gov.uk für Haustiere bekommt, hab ich zumindest schon – aber da steht zB auch, dass die Bandwurmbehandlung nur für Hunde gilt und Katzen „nur“ die Tollwutimpfung 3 Wochen vor Einreise, den Chip und den Pass brauchen… Liebe Grüße.

      Gefällt 1 Person

      • Hallo liebe Yvonne,
        na da hast du dir ja etwas vorgenommen, aber am Ende ist es immer leichter als man dachte. Von daher mache dir nicht allzu große Sorgen. Du brauchst tatsächlich nur die Tollwutimpfung, den Pass und den Mikrochip. Auf der Fähre kamen meine Katzen samt Transportbox in einen Zwinger. Leider müssen sie dort auch ihr Geschäft verrichten. Wichtig ist, dass du Ihnen etwas zu trinken und zu essen mit in den Zwinger stellst. Du kannst die Transportboxen im Zwinger dann öffnen, achte aber darauf, dass die Türchen nicht zufallen, sodass sich die Katzen immer wieder zurückziehen können. Normalerweise kannst du alle paar Stunden nach deinen Katzen sehen oder in Absprache mit dem Personal sicher auch öfter. In die Kabine nehmen kannst du sie allerdings nicht. Von meinem Tierarzt hatte ich pro Katze eine halbe Schlaftablette bekommen. Die hat aber nicht wirklich etwas gebracht, weil es dennoch zu aufregend ist. Ich hatte meinen Katzen damals einfach ihre Lieblingsdecken mit hineingepackt und viel saugfähiges Küchenpapier druntergelegt. Erleichtern können sie sich ja nur in der Box unterwegs. Ich habe auch noch ein Paar Snacks dazugepackt, aber die haben sie eigentlich nicht angerührt. Ich hoffe, das hilft dir etwas weiter. Ansonsten frag einfach nach.
        Liebe Grüße und eine gute Reise!
        Steffi

        Gefällt mir

      • Ganz herzlichen Dank für deine schnelle Antwort und das hilft mir auch wirklich weiter! Es scheint tatsächlich nicht so schlimm zu sein wie ich befürchtet hatte. Wenn mir nochwas einfällt, schreib ich nochmal hier rein, danke für das Angebot. Liebe Grüße, Yvonne

        Gefällt 1 Person

  2. Hallo! Ich überlege ob ich diese 1000€ wegen meinem Umzug nach schottland wegen meiner Katzen ablegen sollte. Kostet es nicht ohnehin fast dasselbe mit Zug-Taxi-Ferry und wieder Zug? Aif jeden Fall viel spannender. Ich musste in Oktober mit dem Nachtzug von Bozen nach Berlin fahren und dann so wie Du in Richtung Schottland…eine ewige Reise. Liebe Grüsse, Serena

    Gefällt 1 Person

    • Hallo liebe Serena,
      vielen Dank für deine Nachricht. Wow, da habt ihr ja eine enorm lange Reise vor euch! Wie gesagt, die 1000 Euro hätten bei uns von Frankfurt bis nach London gereicht. Hinzu käme dann ja noch die Fahrt von London aus in den Norden und unsere eigenen Flug- bzw. Reisekosten. Also mit dem Zug von Berlin nach Rotterdam, Fähre und dann Autofahrt von Hull nach Yorkshire haben wir insgesamt so um die 200 bis 300 Euro bezahlt. Das lohnte sich schon sehr. Schau mal hier auf die Webseite der britischen Regierung. da findest du alle genehmigten Routen und Transportunternehmen: https://www.gov.uk/government/publications/pet-travel-approved-air-sea-rail-and-charter-routes-for-the-movement-of-pets
      Vielleicht hilft dir das weiter. Ansonsten frag mich gern und ich freue mich natürlich auch, wenn du meinem Blog folgst :).

      Allerliebste Grüße und viel Glück für dein Vorhaben!
      Steffi

      Gefällt mir

  3. Ich habe mir jetzt einen komplett neuen Weg überlegt. Ich werde in London ein Auto mieten und dann über den Euro-Shuttle aufs Festland nach Brüssel fahren. Von dort aus fliege ich nach Berlin TXL, am nächsten Tag fliege ich mit Brussle Airlines mit der Katze nach Brüssel zurück, da ist das mitnehmen der Katze in der Kabine nämlich erlaubt. Dann fahre ich mit dem Mietwagen zurück nach London – erneut über den Euro-Shuttle. Insgesamt sind das dann ca. 3 Stunden Auto fahren auf dem Festland – heißt also auf der falschen Seite für das gemietete Auto, ich denke da werde ich sehr aufpassen müssen. Und kostenpunkt sind dann um die 400 EUR. Klar ist nicht wenig, aber ich habe bei einem Cargo-Flug nachgefragt und da sind das dann gleich mal 1300 EUR UND du hast deinen süßen Vierbeiner nicht bei dir. Ich glaube das würde mich in den Wahnsinn treiben, da du ja nicht weißt wie sie das mit dem Fluegen verträgt und an was für einem Ort sie sich letzendlich in Flugzeug befindet… Deswegen habe ich den anderen weg beschlossen, am 27. starte ich dann von London aus. Kann ja dann mal berichten wie es gelaufen ist 🙂

    Gefällt mir

  4. Hallo 🙂

    Also als allererstes möchte ich dir mitteilen, wie gut ich deinen Bericht finde. Nachdem ich heute genau die Schritte wie du anscheinend auch gegangen bist, heißt bei allen möglichen Luftlinie rumtelefoniert, was sogar bis Amsterdam ging, einen Billigflug gebucht und gleich wieder storniert habe, ein Angebot über 800€ zum transportieren meiner zwei Katzen bekommen habe und sonst nur Pleiten, hat mich es wirklich sehr aufgeheitert zu lesen, dass es mir nicht alleine so geht.

    Jetzt habe ich aber eine Frage: Ich wollte wissen, was du damit meintest, dass du bei der britischen Behörde die Katzen autorisieren lassen musstest? Woher bekomme ich mein ok? Ich bin nämlich mittlerweile auch so weit, dass ich mit meinen zwei Katzen von Rotterdam nach Hull reisen möchte und von da aus mit dem Zug weiter nach Edinburgh.

    Und kannst du mir vielleicht sagen ob es Probleme beim Reisen im Zug mit den zwei Katzen geben könnte?

    Ganz liebe Grüße,
    Jana

    Gefällt mir

    • Liebe Jana,

      ich freue mich sehr, dass dir mein Beitrag gefallen hat und dir eventuell auch etwas weiterhilft. Zu deinen Fragen. Also die Katzen selbst musst du nicht autorisieren lassen, sondern du darfst nur autorisierte Routen bzw. Transportunternehmen benutzen. Alle wichtigen Infos zu den Einreisebestimmungen findest du auf:
      https://www.gov.uk/take-pet-abroad/overview. Wenn du alles befolgst, was dort verlangt wird, sollte deiner Reise nichts im Wege stehen.
      Da ich nur in Deutschland mit dem Zug gefahren bin und von Hull aus mit dem Auto, kann ich dir nicht sagen, wie da die Bestimmungen sind, aber ich gehe stark davon aus, dass du ohne Probleme mit deinen Katzen mit dem Zug nach Edinburgh fahren kannst, denn im Land selbst kann man sich ja wieder „frei“ bewegen. Es geht ja nur um die Einreise. Wenn du noch weitere Fragen hast, melde dich gern, ansonsten freue ich mich auch über einen Klick auf meinen Follow-Button :).

      Viele liebe Grüße
      Steffi

      Gefällt mir

  5. Hallo ihr lieben Katzenfreundinnen,
    ich bin auch erleichtert, dass ich nicht die einzigste bin, die glaubt nicht ohne ihre Katzen sein zu können. Wir wohnen bei Stuttgart und wollen im Juli nach Edinburgh für ein Jahr. Wir haben 5 Katzen -so ist es wenn mann die Jungen nicht hergeben kann- jetzt sind aber alle sterilisiert. Ich habe schon über uship oder shiply nachgedacht, doch ich habe irgendwie ein mulmiges Gefühl, wenn ich die Katzen für ca. 2 Tage einem fremden Spediteur geben soll. Bei den Portalen kann man auch keinen richtigen Kontakt aufnehmen. Ich dachte heute, vielleicht kann man ja mit der Bahn reisen und sich ein Abteil mieten, doch da kommt man nicht durch den Tunnel – nur Blindenhunde sind erlaubt-. So überlege ich halt weiter, vielleicht habt ihr mir noch nenn Tipp. Sind eure Katzen Freigänger? Haben sie sich gut eingewöhnt? Hoffentlich finden wir bald ne glückliche Lösung die Zeit eilt.
    Allerbeste Grüße Christl

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Christl,
      ich bin damals mit der Bahn und dann mit der Fähre von Rotterdam aus nach England gefahren. Das fand ich mit meinen zwei Kätzchen am unkompliziertesten, zumal ich da auch fast die ganze Zeit bei ihnen sein konnte. Nun ist Stuttgart ja noch viel weiter von Rotterdam entfernt als Berlin, aber vielleicht gibt es ja trotzdem irgendeine Möglichkeit, mit der Fähre überzusetzen. Ich kenne mich da leider in deiner Gegend nicht sehr gut aus. Schau doch mal auf der Seite der englischen Regierung: https://www.gov.uk/take-pet-abroad/overview Hier findest du eine Liste mit genehmigten Transportrouten und Unternehmen. Vielleicht findest du da etwas. Meine Katzen waren in Berlin reine Wohnungskatzen und sind nun auch Freigänger. Sie haben sich bereits nach wenigen Tagen gut eingelebt und mir alles verziehen ;). Ich wünsche dir und deinen 5 Katzen viel Glück auf der Reise und hoffe, ihr findet eine gute Lösung.

      Allerliebste Grüße
      Steffi

      Gefällt mir

    • Hi Christl. Ich hab mittlerweile noch mehr Recherche hinter mir und vielleicht hilft dir das bisschen weiter: Ich werd i d Nähe von Glasgow ziehen und da ich Umzugskartons dabei hab, brauch ich ein Auto. Weil ich aber mit den Katzen nicht quer durchs Land orgeln will, werd ich die Fähre Amsterdam-Newcastle nehmen. Das ist eine dieser offiziellen Routen, um Haustiere mitzubringen. Auf der Fähre lassen sie dich die Katzen entweder im Auto befördern (pro Katze 25 EUR) oder du buchst einen sog. Transportbehälter für 50 EUR (pro Tier weiß ich nicht, meine bleiben in der Box im Auto) Die Fähre kostet je nach Saison von ca 95 EUR bis zu 200 EUR (ab September wirds günstig) und du musst eine Kabine buchen, auch knapp 100 EUR. Während der Buchungsschritte würdest du dann auswählen, wie viele Katzen du mitnimmst.
      Zum Mietwagen folgendes: ich werde schon einige Zeit in Schottland wohnen vor dem eigentlichen Umzug, da one-way-Mieten bei Mietwagen aber irrsinnig teuer oder zwischen UK und D nicht angeboten werden, fahr ich mit dem Mietwagen von Schottland mit der Fähre nach D und dann mit Zeugs und Katzen auf dem gleichen Weg wieder zurück. Bisher hab ich nur bei Europcar die „Erlaubnis“, aufs Festland und nach Holland und Deutschland zu fahren. Viele andere stellen sich da quer. Europcar berechnet dafür eine Eurodrive Gebühr von 75 GBP für die 7 Tage die ich das Auto mieten werde. Insgesamt wird mich dieser Umzug dann so knapp 1200 EUR kosten (Katzen chippen, impfen, den Pass, eine tolle große Transportbox, der Mietwagen, die Fähre, die Kabine) -stöhn- nur mal so als Anhaltspunkt.
      Liebe Grüße, Yvonne

      Gefällt mir

      • Liebe Yvonne,
        was tut man nicht alles für seine Tiere… aber ohne geht halt auch nicht. Ich hatte kurzfristig angedacht, die Tiere bei unserem „Housesitter“ zu lassen, doch als die beiden -wirklich liebe Menschen- da waren, um die Katzen kennen zulernen, ging es mir auf einmal ganz schlecht. Alles sträubte sich in mir. Nein, es sind Familienmitglieder die kann man nicht einfach da lassen, wie die Möbel oder so.
        Vielen Dank für deine Tipps, das klingt wirklich gut. Einen kleinen Tipp kann ich dir auch geben. Ich leihe mir über unsere Zeit in Edinburgh fünf Transportboxen von unserem Tierheim aus. Kostenlos! Das hat mich echt gefreut. Dir weiterhin gute Vorbereitungen.
        Allerbeste Grüße
        Christl

        Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s